29.10.2007

Die politische Internet-Zeitung aus Duisburg

Versprochen ist versprochen, heißt es schon für unsere Kleinsten. Für die etwas Größeren: Was man verspricht, muss man auch halten! Habe ich schon als Kind gelernt. Auf dem Gymnasium dann aber – auf Latein das ganz Grundsätzliche: pacta sunt servanda. Und als ich in der Oberstufe war, traten sie auf, die damals noch nicht weltberühmten Rocker aus Hannover, in der Aula eines Mülheimer Gymnasiums: die Scorpions. Was den harten Rock betrifft, war ich schon vor mehr als 30 Jahren Experte: aus denen wird einmal was, war ich mir sicher. Vielleicht wäre ja sogar aus mir etwas geworden, hätte ich mir hinter die Ohren geschrieben, was der Klaus Meine (Scorpions-Sänger und Freund von „unserem Gerd“) laut und deutlich in die Aula gesungen oder geschrien hat. Refrain und Songtitel: „Don´t make no promises, your body can´t keep!”

 versprochen … gebrochen …

Dass wir es hier mit einer fundamentalen Regel menschlichen Zusammenlebens zu tun haben, bedarf keinerlei weiterer Erläuterung. Das Einhalten von Zusagen ist Grundlage jeglicher Zivilisation. In der Familie wie in der Weltpolitik. Folglich irgendwie auch im Internet. Gilt folglich irgendwie auch für mich.
Nun hatte ich Ihnen für heute einen Beitrag über „Biedermann und Brandstifter“ versprochen. Ich hatte Sie in meinen Tagebucheinträgen der letzten Woche systematisch darauf vorbereitet, dass ich mich mal ausführlich mit unseren Werten befassen werde. Werte, lieber Leser, nicht Kapital, sondern Anstand, Familiensinn, die deutsche Frau und so – was früher nicht so gut war, und was besser. Eva Hermann, Bischof Mixa und so Leute.
Die Kolumne „Biedermann und Brandstifter“ wird den Titel tragen: „Biedermann und Brandstifter“. Ich darf noch einmal auf meine humanistische Bildung verweisen: Friedrich Dürrenmatts Stück handelt nicht, wie man immer wieder lesen muss, von einem Biedermann, der im Grunde seiner Seele ein Brandstifter ist (Ballermänner in den Kultur- und anderen Redaktionen), sondern ... na ja, Sie wissen ja so was, ist ja Weltliteratur.

Humanistische Bildung – mag ja hier und da vorhanden sein. Aber das humanistische beinhaltet auch gute Manieren, die ich mir sicherheitshalber auf dieser Internetseite selbst abspreche. Und da haben wir es wieder: der Beitrag ist nicht fertig geworden: versprochen … gebrochen …
Ja mein Gott, es ist mir etwas dazwischen gekommen. Erstens musste ich auch von mir verbreitete Behauptungen über den armen Karl Janssen richtig stellen. Und zweitens hat heute das Internet-Portal DerWesten.de eröffnet. Ich glaube, das wird eine ganz große Sache: Web 2.0 von den fünf in NRW erscheinenden Tageszeitungen der WAZ-Gruppe: schauen Sie mal rein, am besten: Sie legen sich gleich ein bookmark an.

Mich hat das ein wenig Zeit gekostet, nicht nur, weil ich mir das neue Portal auch einmal ansehen wollte, sondern weil ich mich sogleich entschlossen habe mitzumachen:  http://www.derwesten.de/community/jurga/
Da habe ich ein paar Beiträge reingestellt, müssten Sie aber eigentlich alle schon kennen. Alles dieser Webseite reinzustellen, hätte nun echt zuviel Zeit in Anspruch genommen. Deshalb nur die wichtigsten Texte über den Wichtigsten, unseren Kulturdezernenten.

Ich bitte um Nachsicht, mein Versprechen nicht gehalten zu haben, und gelobe Besserung: „Biedermann und Brandstifter“ erscheint so bald wie möglich, ein Plädoyer für das Rauchen wird folgen, und ...
Leute, es ist ja nur mein Hobby! Habe auch noch etwas Anderes zu tun. War denn überhaupt noch was? Ach so, SPD-Parteitag, wollte ich eigentlich auch etwas zu sagen, kann ich aber nichts zu sagen: mir fehlen die Worte. Aber „Gönnen Können“ wird bestimmt auch irgendwann einmal fertig.

Werner Jurga, 29.10.2007

 

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