Barack Obama

Die politische Internet-Zeitung aus Duisburg

Diese ganze Rechthaberei – heute mit der Bahn.
Dabei habe ich es gerade nötig. Was habe ich nicht schon alles für einen Stuss erzählt. Z.B. vor knapp einem Vierteljahrhundert, Juni 1983. Siehe ganz unten. Friedensbewegung, zum Totlachen. Das war nun aber alles wirklich Kappes: bester Beweis: wir leben ja alle noch. War also doch nicht so schlimm, der Bush. Außerdem hat er ja gewonnen.

Zwischendurch war mal ein paar Jahre Clinton dran, würde jetzt am liebsten wieder, wird aber nichts draus.

Barack Obama wird´s!

Ich erinnere mich an meine Phantasien vom 21.01.2008. Vor drei Wochen träumte ich:

„Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? - Keiner!“

Dass das auch bloß alle schwarzen Männer hören! Der alte schwarze Mann freut sich innerlich, denke ich mir so. Nur mal so angenommen, Der für die Gleichstellung der Frau steht würde weiter singen: „und wenn er kommt, dann laufen wir!“ – Nur mal so angenommen. Dann könnte der alte schwarze Mann sein Lachen bestimmt nicht mehr zurückhalten. Und der hat so eine herzerfrischende Lache, der Adolf Sauerland.

Versuch einer Traumdeutung (ist bei sich selbst nicht ganz so einfach, vielleicht sogar fehlerbehaftet):
Der schwarze Mann ist nicht Ralf Hörsken, sondern Barack Obama. Wer hat schon vor denen Angst? - Der schwarze Mann, der schwarze Mann, mmhh, schwierig ...
Ist Obama überhaupt schwarz? Also die weiße Frau, das ist klar: Hillary Clinton. Logisch: die hat Angst vorm schwarzen Mann. King Kong und die weiße Frau. Wer kann das nur sein?
Hörsken scheidet schon von der Figur her aus. Bleibt nur der große schwarze Mann?

Adolf, was machst Du nur mit Hillary??!!

Und so bin ich bei der Traumdeutung wieder in einen Traum verfallen. Ein Alptraum?
Das kommt nun wiederum ganz auf Barack Obama an. Was der so will und so. ”Am besten ist in derartigen Fällen immer, man erkundigt sich beim Betreffenden selbst”, schrieb ich 1983 über Bush, bevor er Präsident wurde (s.u.).
Über den nächsten US-Präsidenten gibt es einige Bücher. Die zwei, die ich Ihnen hier kurz vorstelle, sind von ihm.

Werner Jurga, 11.02.2008

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Persönlich, glaubwürdig, visionär - die Ansichten und Standpunkte des neuen politischen Hoffnungsträgers der USA. Barack Obama »hat es«. Dass Obama inzwischen als der heißeste Anwärter auf das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten gehandelt wird, obwohl er dunkelhäutig und relativ neu in der Politszene von Washington ist, gleicht einer Sensation. In hohem Maße beigetragen zu seinem schnell aufsteigenden Stern hat sein Buch »Hoffnung wagen« (»The Audacity of Hope«).

Barack Obama: Hoffnung wagen. Gedanken zur Rückbesinnung auf den American Dream. Gebundene Ausgabe. 480 Seiten. Riemann. € 19,-.

Barack Obama verkörpert die weltweite Sehnsucht nach einer Politik des Friedens und der Menschlichkeit. Aufgewachsen unter ärmlichen Verhältnissen in Kenia und Indonesien, musste Barack nach seiner Rückkehr in die USA erleben, wie er wegen seiner Hautfarbe diskriminiert wurde. Dies weckte seinen Ehrgeiz, der ihm zunächst eine glänzende juristische Laufbahn eröffnete und dann seinen furiosen Aufstieg als Politiker der Demokraten begründete. Seit er für das Amt des US-Präsidenten kandidiert, begeistert Obama die Menschen.

Barack Obama: Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie. Gebundene Ausgabe. 448 Seiten. Hanser. € 24,90.

Am 25.06.1983 war Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat George Bush in Krefeld, wogegen die Friedensbewegung demonstrierte. Im Vorfeld schrieb ich damals – zu reinen Propagandazwecken, versteht sich:

ES IST WAS IM BUSH

Von Duisburg nach Krefeld ist es eigentlich nur ein Katzensprung. Eine echte Entfernung dagegen ist beispielsweise die Strecke von Krefeld nach Philadelphia. Auf diesen, damals ungleich beschwerlicheren Weg machten sich vor genau dreihundert Jahren dreizehn Krefelder Familien. Am 25. Juni 1683 verließen sie ihre Heimat und gründeten die erste deutsche Siedlung in Amerika, Germantown. Ein solcher Jahrestag mag durchaus Grund zum Feiern sein.

Allerdings hat die "Feier" am 25.06.1983 in Krefeld einen Haken. Während nämlich die Mennoniten und Quäker die Anwendung von Waffengewalt verabscheuten, kann derart Löbliches über den offiziellen Gast der Stadt Krefeld nicht gesagt werden.
Hierzulande wird versucht, George Bush als einen angeblich liberalen Vertreter innerhalb der Reagan -Regierung zu verkaufen, Es wird zwar eingeräumt, dass die US - Administration vorwiegend aus "Falken" bestehe, Vizepräsident Bush sei da jedoch eine Ausnahme. Als ursprünglicher Gegenkandidat Reagans bilde er jetzt quasi ein "europafreundliches Korrektiv". Erinnert wird hier an die Reise vom Januar '83, als Bush Reagans "Null-Lösung" (die nicht ganz zu Unrecht diesen Namen trägt) nochmals öffentlichkeitswirksam unters Volk jubelte. Nun - genauso wie viele andere aus der Friedensbewegung habe ich des öfteren zu den Reagan-"Angeboten" das Nötige gesagt. Es soll hier nicht wiederholt werden. Ja, aber Bush - ist er vielleicht wenigstens etwas "friedlicher" als sein Chef?
Am besten ist in derartigen Fällen immer, man erkundigt sich beim Betreffenden selbst.
Robert Scheer von der "Los-Angeles-Times" hat den Herrn Vizepräsidenten gefragt: "Gibt es nicht einen Punkt, von dem aus es wirklich nicht mehr darauf ankommt, ob man 10% mehr oder weniger dieser strategischen Waffen hat?" Bush zeigte sich ein bisschen gereizt and antwortete:

"Ja, wenn Sie glauben, dass es so etwas wie einen Sieger im Atomkrieg nicht gibt, dann ist dieses Argument nicht ganz abwegig. Ich bin nicht dieser Meinung."

Werner Jurga, im Juni 1983

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