Schramm in der Anstalt

Die politische Internet-Zeitung aus Duisburg

Es tut mir sehr leid, liebe Leser!
Ich rede mir seit drei Wochen ein, keine Zeit zu haben, über Herrn Schramm zu schreiben. Und es sind ja doch einige andere Texte zustande gekommen. Und als ich über Herrn Schramm schreiben wollte, erzählte ich Ihnen etwas über die Staatsverschuldung.
Dazu hat Schramm in der Tat einen vernünftigen Gedanken referiert, den ich ja bei etwas passenderer Gelegenheit noch nachtragen kann.

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Georg Schramm; Foto: ZDF

Einen guten Grund gegen die Staatsverschuldung, die er als “Zinsknechtschaft” unter das internationale Finanzkapital bezeichnet. Und dann hat er auch den Herrn Achmadinedschad in Schutz genommen noch gegen die ihn bewusst falsch zitierenden  Medien. Der will nämlich Israel gar nicht von der Landkarte streichen (Übersetzungsfehler), der möchte nur - im Einklang mit dem Völkerrecht, versteht sich - das “zionistische Besatzerregime” beenden. Und das nämlich möchte Herr Schramm auch. Ich gebe zu:

Der unbestreitbar begabte Satiriker

hat nicht gesagt, dass die Beendigung dieses Regimes unsereins auch von dem Joch der Zinsknechtschaft befreien werde. Aber mir wurde klar, dass er genau dies gemeint hat.

Glauben Sie mir, wenn man Fan eines Kabarettisten ist, weil der künstlerisch sehr gut ist und intellektuell mehr als der Durchschnitt seiner Branche bieten kann - Nu(h)r einer kann da mehr, weil er diesen spießigen, entschmenschlichten deutschen Militaristen so sagenhaft darstellen kann, dann ist man sowas von enttäuscht. Ent-täuscht: denn eine Parodie enthält immer auch ein Stück Liebe zum Original. Sie ist auch immer das zwanglose Rauslassen der sich selbst untersagten Projektion. Ich z.B. kann Goebbels nicht gut (imitieren, läßt man in unseren Kreisen weg), obgleich er ein rheinischer Studierter war. Und ich kein alpiner Hilfsanstreicher mit Künstlerambitionen bin. Komisch, wie auch immer ...

Ich bin - statt auf mich - so sauer auf diesen Schramm, fühle mich so beschissen von dieser

 â€œMaske des hässlichen Deutschen”
(Loriot: “welche Maske?!”)

dass allein der Gedanke, über diesen Kerl auch noch schreiben zu sollen, mir nicht magenverträglich zu sein scheint.

 

Mit der Bitte um Verständnis

Werner Jurga, 24.07.2008

Prolog zum Thema Staatsverschuldung

 

das Video  finden Sie hier:
Neues aus der Anstalt,
Folge 16 vom 01.07.2008

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