Adel von Bismarck

Die politische Internet-Zeitung aus Duisburg

Vorgestern hatte ich Ihnen mitgeteilt, dass der meistgelesene Text auf dieser Webseite die vor einem Jahr geschriebene Glosse über Ferdinand von Bismarck ist. Und dass ich viele eMails erhalten habe, in denen Leser sich über den fürstlichen Dreck empören und mir ihre Freude über meine Zeilen mitteilen. Und zwar immer: mit Namen und Adresse!
Heute früh sollte es einmal anders kommen. Jemand, der bei web.de die eMail-Adresse „Arndt.v“ benutzt, schreibt mir, dass er Bismarcks Sorge um Deutschland für nur allzu berechtigt hält und mein Text hierzu „spöttisch“ wirke. Allein schon aus Gründen der Ausgewogenheit breche ich abermals mit meinem Grundsatz und veröffentliche diese anonyme Leserzuschrift.

Werner Jurga, 08.06.2009

 

 

Sehr geehrter Herr Jurga,
 

Auf Ihre Internetseite stieß ich, als ich den Suchbegriff Ferdinand von Bismarck, wie solle es anders sein, in einer Suchmaschine im Internet eingab.
Ich möchte mich hier kurz zum Inhalt des Briefes von Ferdinand von Bismarck, den Sie auf Ihrer Seite kommentieren, äußern.

Im Großen jedoch Ganzen kann man zusammenfassend sagen, was Fürst Ferdinand von Bismarck dort zum Ausdruck bringen möchte, stimmt schon irgendwie. Tatsächlich haben eher Rotstichige und Linksorientierte in diesem Lande das Sagen, und von einer Zensur muss, obwohl im Grundgesetz das Gegenteil behauptet wird, zumindest in bezug auf patriotische Meinungsäußerung und kritische Stimmen von rechts - denn alles was jenseits von links sich bewegt, wird offensichtlich als rechts eingestuft - ebenfalls die Rede sein.
Es geht mancherorts schon so weit, dass einem Patrioten bzw. einer Person, die eine der Heimat verbundene und eher konservative Ansicht vertritt, der Mund verboten wird und von der Gesellschaft eine braune Gesinnung nachgesagt wird, kurzum, dieser Person überhaupt keine Möglichkeit gegeben wird, ihre Sichtweise darzulegen, ohne in die braunstichige Ecke abgestellt zu werden oder gar eine Diffamierung einheimsen zu müssen.
Auch der Bildungsmissstand, sowie - und dies ist fast noch bedauerlicher als auch besorgniserregender - die Moral der Jugend, und nicht nur der Jugend, lässt in erheblichem Maße zu wünschen übrig, ist, kurz und knapp und auf den Punkt gebracht: unter aller Kanone (!).

Es gibt Gebiete in Deutschland, die so stark überfremdet sind, dass man den Eindruck hat, man befände sich in einem außereuropäischen Staat! Und die Schulen, darunter vornehmlich die Haupt- und Gesamtschulen, weisen in diesen Gebieten einen höheren Ausländeranteil auf als einen Anteil an Deutschen. Sie werden jetzt sicher reinzurufen wünschen: Das weiß ich doch schon alles ! ,  aber wussten Sie auch, dass es bereits so weit gekommen ist, dass die zartbesaitete deutsche Jugend, und diese gibt es,  sich nicht mehr aus dem Hause traut, weil sie Übergriffe von ausländischen Mitbürgern oder Anhängern der Antifa fürchtet? Nicht einmal einen Schulabschluss kann manch normal bis überdurchschnittlich intelligenter deutscher junger Mensch aufweisen, da die Angst, täglich die Schule zu besuchen so groß war, dass ein Schulabschluss nicht möglich gewesen ist, also eine Schulphobie das Resultat ist.
Und anstelle, dass man sich dieser Jugend angenommen hätte und nach den wahren Ursachen ihrer Phobien gesucht hätte, füllte man sie stattdessen mit Medikamenten ab, damit auch die Pharmaindustrie noch ihr Stück vom Kuchen abbekommt!
Da sind Briefe wie die eines Ferdinand von Bismarck natürlich ein Balsam für die Seele, gerade für solche Leute!

Der Text, in welchem Sie sich zum Erhalt von Post von Ferdinand von Bismarck auslassen, wirkt spöttisch. Zudem setzt er sich viel zu oberflächlich mit dem Kern-Inhalt auseinander, der fürwahr eine ernsthafte und kritische Auseinandersetzung wert ist.
Was wollen Sie jetzt eigentlich mit der Kommentierung zum Ausdruck bringen bzw. welche Botschaft an das gemeine Volk vermitteln, außer, dass Sie einen Adligen um seinen Stand beneiden und ihm übel nehmen, dass er Sie nicht zu seiner Feier eingeladen hat? 

Es muss sich fürwahr in Deutschland etwas ändern, Deutschland befindet sich, nicht nur was die Finanzen betrifft, in einer Krise.

MfG.

A.

 

 

Sehr geehrter Herr Arndt v.!
 

Vielen Dank für Ihre eMail!

Ich bitte Sie um Verständnis, dass ich nicht gedenke, inhaltlich auf Ihr Schreiben zu antworten. Ich möchte mich nicht auf einen Diskurs mit einem anonymen Gegenüber einlassen. Doch selbst, wenn Sie das Zeug hätten, sich zu erkennen zu geben, verliefe, wie ich befürchte, eine Diskussion über die mir - wie Sie zurecht feststellen - weitgehend bekannten Sachverhalte fruchtlos.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Jurga 

 

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